Sichere Fahrt durch Tunnel

Ob Unterführung oder kilometerlanger Gebirgstunnel - eine Fahrt durch den Tunnel hat für viele Autofahrer etwas Beklemmendes. Im Notfall heißt es Ruhe bewahren.

"Die dunklen Röhren wirken auf fast alle Menschen bedrohlich. Gerade Tunnelfahrten erfordern vollste Konzentration der Autolenker. Die Verkehrsregeln müssen unbedingt eingehalten werden, um jedes Risiko auszuschließen", rät ÖAMTC-Tunnelexperte Willy Matzke.

Rechtzeitig tanken
In jedem zweiten Notfall in Tunnels sind Fahrzeuge verwickelt, die wegen eines leeren Tanks liegengeblieben sind. Vor Tunnels lohnt sich daher der Blick auf die Tankanzeige und bei Bedarf sollte nachgetankt werden.

Schon vor der Tunneleinfahrt
Abblendlicht einschalten, Sonnenbrille abnehmen und auf Ampelsignale und Schilder achten. Alle Fenster sollten geschlossen und die Lüftung auf Umluft gestellt werden. Auf diese Weise gelangen weniger Schadstoffe in das Wageninnere.

Mit Abstand sicherer unterwegs
Im Tunnel gilt ein Mindestabstand von 50 Metern zum voranfahrenden Fahrzeug. In einem Tunnel ist das leicht einzuhalten, gibt es doch alle 1.000 Meter 50 Meter lange Haltebuchten, die besonders ausgeleuchtet sind. Auf Höhe der 50 Meter langen Haltebucht darf sich nur ein Fahrzeug befinden, ansonsten ist der Abstand zum vorderen Fahrzeug zu gering. Geschwindigkeit und Abstand lassen sich in einem Tunnel schwerer abschätzen als auf der Autobahn. Deshalb muss unbedingt das Tempolimit beachtet werden.

Stau im Tunnel
Kommt es zum Stau im Tunnel, sollte man die Warnblickanlage einschalten und mit ausreichendem Abstand stehen bleiben. In einröhrigen Tunnels darf niemals die doppelte Sperrlinie überfahren werden. Auch in zweiröhrigen Tunnels gilt: Niemals gegen die Fahrtrichtung fahren, außer auf Anordnung der Sicherheitskräfte.

Verhaltenstipps bei Panne oder Unfall im Tunnel
Niemals auf der Fahrbahn anhalten, sondern versuchen, die nächste Pannenbucht zu erreichen. Nötigenfalls im zweiten Gang solange den Starter betätigen, bis die nächste Pannenbucht erreicht ist. Dort sofort die Motorhaube öffnen, denn oft treten Brände später auf. Bei geschlossenem Motorraum ist die Brandbekämpfung mit einem Feuerlöscher fast unmöglich. Via Notruftelefon Hilfe holen, die Telefone sind alle 200 Meter in Nischen untergebracht.
Die Anweisungen der Tunnelwarte über Lautsprecher oder Radio unbedingt befolgen.
Bei Rauchentwicklung sollte man den Brandherd sofort über die gekennzeichneten Fluchttüren verlassen. Den Autoschlüssel sollte man stecken lassen.